Sich einen freien Raum zu schaffen und diesen freien Raum dauerhaft zu erhalten, das ist schon irgendwie Luxus. So ein freier Raum, man kann in den freien Raum hineingehen und sich einfach davon überraschen lassen, was der freie Raum an Geschichten bereithält. Aber diese Geschichten, die muss man erst einmal schreiben, der freie Raum ist schließlich leer, sonst wäre es ja kein freier Raum, man ist darin ganz für sich allein. Aber so ganz stimmt das auch nicht, weil man selbst auch drin ist, im Raum. Das muss man erst einmal aushalten, so ganz mit sich allein. Da stellen sich ganz neue Fragen und diesen Fragen muss sich stellen. Und so entsteht, was anders nicht möglich gewesen wäre. Insgesamt ist das doch ganz wunderbar, dass aus dem nichts heraus etwas werden kann, was aus der Dichte nicht hätte wachsen können. Noch schöner, wenn sich der freie Raum bewegt und nicht an fester Stelle klebt. Oder wenn man den Raum verlässt und man trotzdem wieder in dem selbigen ist. Oder der freie Raum sich immer wieder anders anfühlt, obwohl die Leere eigentlich die gleiche ist. Soweit alles nichts Neues. Auch nicht neu sind die eigenen Erschwernisse, die man plötzlich vorfindet, die aber schon immer da waren, die sich aber nicht entfalten konnten, weil der Platz gefehlt hat, die man aber auch nicht gesehen hätte, weil gar keine Zeit zum Sehen gewesen wäre, diese Probleme bringt der freie Raum ebenfalls zurück.
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Über den Blogger
Marco Hitschler wohnt in Mannheim und schreibt auf diesem Blog beliebige Texte in das Internet hinein. Sein Handwerk ist die Informatik und beruflich arbeitet er im Projektmanagement. Wenn man einmal mit dem Bloggen angefangen hat, kann man nicht mehr aufhören. Furchtbar! Infolgedessen wird auf diesem Blog ganz kunterbunt in verschiedenen Formaten publiziert.