The Walking Dead – Das Comic

Bei Filmen, Büchern und Comics gibt es nur ganz wenige Genres, mit denen ich nichts anzufangen weiß. Eines dieser Genres ist der Horror. Horror ist mir einfach zu gruselig und ich finde an der Angst schlichtweg keine Freude. Dementsprechend war ich auch dem Konzept des Zombies die längste Zeit nicht zugänglich.

Durch die Serie The Walking Dead hat sich dieser Sachverhalt aber grundlegend gedreht und nun habe ich ganz viel Zombie-Liebe in mir. Wobei man natürlich sagen muss, dass The Walking Dead strenggenommen keine Zombie-Serie ist. Die Zombies bilden nur die Kulisse für die eigentliche Handlung. Tatsächlich war mir anfangs auch gar nicht bewusst, das The Walking Dead auf einem Comic beruht. Im Nachgang kratzt das schon ein bisschen an meiner Ehre. Die Existenz des Comics habe ich dann erstmal weiter verdrängt, denn wenn ich jetzt damit auch noch anfinge, müsste ich unzählige Bände nachkaufen, was Unmengen an Geld verschlingen würde. Bislang sind nämlich schon über 160 Ausgaben erschienen.

The Walking Dead wird von Robert Kirkmann geschrieben und seit 2003 vom Image Verlag in der USA veröffentlicht. Das Comic gewann 2010 den Eisner Award als „Best Continuing Series“. In Deutschland erscheint The Walking Dead im CrossCult Verlag als Sammelbandausgabe in drei verschiedenen Editionen. Eines dieser Editionen ist das Kompendium. Das Kompendium enthält 48 Ausgaben, hat über 1000 Seiten und bislang sind drei Bände erschienen. Damit haben sie mich dann doch gekriegt! Beim Lesen der ersten Seiten war alles noch recht ungewohnt, wie das halt immer so ist, wenn man mit einer neuen Serie beginnt. Aber schon nach wenigen hundert Seiten hatte ich das altbekannte The Walking Dead Feeling im Bauch und konnte den Comic nicht mehr aus der Hand legen.

Durch das Comic habe ich ein völlig neues Verständnis der TV-Serie entwickelt. Es war eine fortlaufende Überraschung, dass man alles, was die TV-Serie ausmacht, in der gleichen Intensität schon in der Vorlage findet. Die TV-Macher haben sich wirklich viel Mühe gegeben und haben das Feeling des Comics extrem gut eingefangen. Dabei hat man das Comic auch nicht 1:1 abgedreht, sondern die TV-Serie nimmt sich auch ihre Freiheiten (was gut ist). Sie führt neue Figuren und zusätzliche Handlungsstränge ein. Das Beziehungsgeflecht in der Gruppe wurde verändert und die Figuren sterben mitunter in anderer Reihenfolge. Insgesamt hält die TV-Serie aber eine gute Balance zwischen ihrer Vorlage und dem eigenen Weg.

Anfangs hatte ich Angst, das Comic wäre langweilig, weil mir die Handlung durch die Serie eigentlich schon bekannt war. Das war aber völlig unbegründet. Das Comic entwickelt eine unglaubliche Kraft und man verfällt sprichwörtlich ins Binge-Reading. Beim Lesen hatte ich immer wieder einen Gedanken: Also sooooo viel haben sich die TV-Serienmacher ja nicht ausdenken müssen.

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